Großbritannien

Mittwoch, 27. Februar 2013

City Update 27. Februar 2013

Nachdem ein anfänglicher Aufschwung rasch zerfaserte, bleibt der britische Leitindex FTSE 100 am späten Vormittag flach und mag sich nicht so recht für die eine noch die andere Richtung entscheiden. Alles erinnert an einen unruhigen Waffenstillstand; beide Seiten haben sich zurückgezogen und lecken ihre Wunden, während sie auf neue Entwicklungen warten. Die Bullen hatten zuerst einen frühen Energieschub erlebt und den FTSE kurzfristig zurück über die Marke von 6300 Zählern gepusht, waren aber nicht im Stande, das vorgelegte Niveau zu halten.

In Rom haben erste Koalitionsverhandlungen begonnen und fürs Erste scheint ein wenig Ruhe in die italienische Hektik der letzten Tage eingekehrt zu sein. Fed-Chef Ben Bernankes Rede vom Vortag hingegen, dieweil sie ein gewisses Maß an Beruhigung für die Märkte lieferte und die Börsen im Plus schließen ließ, entpuppte sich als nicht ganz die rückhaltlose Zusicherung weiterer Lockerungsmaßnahmen wie von einigen im Vorfeld erwartet. Insgesamt schafft es der FTSE, seinen langfristigen Aufwärtstrend beizubehalten, auch wenn er auf ein niedrigeres Level zurückgefallen ist, welches zuvor im Februar bereits mühelos durchbrochen worden war. Mit der Volatilität dürfte es jedoch fürs Erste noch nicht vorüber sein.

Es sind nur noch zwei Tage bis zum 1. März, was bedeutet, dass die US Budget Deadline zunehmend die Schlagzeilen dominiert und einen Großteil der Aufmerksamkeit von Italien ablenken dürfte. Auch wenn wie bei der Fiskalklippe vor zwei Monaten die Möglichkeit einer Rettung in letzter Sekunde besteht, ist es unwahrscheinlich, dass eine solche ohne Komplikationen über die Bühne gehen würde. Auf Grund dieser anhaltenen Unsicherheit wird die Eröffnung des Dow für heute bei 13,875 erwartet, 25 Punkte unterhalb des gestrigen Schlusskurses.

Wenn Sie eine Meinung zum Geschehen auf den internationalen Finanzmärkten haben, können Sie diese zum Beispiel im CFD Handel ausdrücken. Mit CFDs traden Sie einfach, kostengünstig und flexibel auf steigende und fallende Kurse in einer breiten Anzahl von Märkten, wie zum Beispiel Forex, Aktien, Indizes, Rohstoffe und vieles mehr.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko darstellt und sich nicht für jeden Anlegertyp eignet. Verluste können Ihre Einzahlungen überschreiten.

Montag, 2. Juli 2012

Märkte nach dem Gipfel: Anleger setzen auf EZB

Die Hoffnung auf eine nachhaltige Konsolidierung der Eurozone hat die Kauflust an den Börsen erneut beflügelt. Nach der vergleichsweise depressiven Verstimmung der Märkte in der letzten Juniwoche war die Reaktion auf die Beschlüsse aus Luxemburg am Freitagmorgen schon fast euphorisch zu nennen. Der Dax legte am Freitag um fast vier Prozent zu, und auch der britische FTSE 100 trotzte den Skandalmeldungen aus der Barclays-Ecke und stieg um etwa zwei Prozent. Die gute Stimmung blieb auch am Montagmorgen erhalten; der FTSE ist mit guten 40 Punkten nach oben gestartet, der Dax notiert aktuell noch ein Plus von 1,19 Prozent und auch der Euro verteuerte sich leicht auf 1,2601 US-Dollar. Die Euphorie lässt sich vor allem durch die Unerwartetheit der Ergebnisse erklären, denn viel hatten sich Investoren vom 19. EU-Gipfel nicht versprochen. Merkels überraschende Entscheidung, von ihrem Maximalkurs abzuweichen und den Weg für entlastende Maßnahmen für Italien und Spanien freizumachen war also für die Börsianer Grund genug, wieder Hoffnung zu schöpfen.

Experten warnen jedoch vor allzuviel Optimismus. Auch wenn das keiner der beteiligten Regierungschefs gern offen zugibt, eine Beruhigung der Finanzmärkte stand bei den Verhandlungen letzte Woche durchaus auf der Agenda. Auch wenn das, zumindest kurzfristig, gelungen ist, zeigt die Börsengeschichte, dass Kurssprünge, die derart offensichtlich den Stempel „politische Börse“ tragen, oftmals nur von kurzer Dauer sind. Überdies könnten die angefachten Anleihekäufe durch EFSF/ESM als Bumerang fungieren, da auch die milliardenschweren Rettungsschirme irgendwann erschöpft sind und daher Investoren einladen, über kurz oder lang gegen sie zu spekulieren.

Neben den EU-Beschlüssen richten die Investoren ihre Hoffnung jetzt daher vor allem auch auf die Europäische Zentralbank, deren Entscheidung zum Leitzins am Donnerstag erwartet wird. Während eine Zinssenkung noch vor einem Monat als Panikmache vor der Griechenland-Wahl eingestuft worden wäre und von den wenigsten Anlegern erwartet wurde, haben die meisten Investoren Analysten zufolge eine solche mittlerweise bereits eingepreist. Sollte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag also erneut passiv bleiben, könnte dies die Börsen enttäuschen und den Fokus zurück auf die real existierenden Konjunkturprobleme lenken.

Anleger sollten sich deshalb absichern - etwa indem sie in Währungen außerhalb des Euro-Raums investieren.

CFDs sind Produkte mit Hebelwirkung, die neben der Gewinnchance auch ein Verlustrisiko bergen. Stellen Sie also sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

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