US-Investoren verklagen Deutsche Bank
Die Libor-Affäre schwappt nach Deutschland: Im Skandal um manipulierte Zinssätze muss sich die Deutsche Bank in den den USA nun einer Klage von Investoren stellen. Nach Angaben eines Sprechers ist die Fondsgesellschaft Metzler Investment GmbH, die zur Frankfurter Privatbank Metzler gehört, derzeit an insgesamt zehn Sammelklagen beteiligt, bei denen es hauptsächlich um den Vorwurf manipulierter Marktzinsen gegen die Deutsche Bank und andere Institute geht.
„Libor“ steht für „London Interbank Offered Rate“ und ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankgeschäft, der regelt, zu welchen Konditionen Banken sich untereinander Geld leihen können. Er dient als Grundlage für eine große Anzahl an Finanzgeschäften nicht nur in Großbritannien; das Volumen der abhängigen Wertpapiere wird derzeit auf 380 Billionen Euro geschätzt, der Anteil deutscher Fonds, die ihn als Richtwert verwenden, auf 80 Prozent. Außerdem wird er als Indikator für den Kapitalstatus einer Bank gesehen – ein hoher Liborsatz kann als Zeichen schwacher Ausstattung gewertet werden, was wiederum das Vertrauen erschüttert und es den Geldinstituten schwer macht, an frisches Geld zu kommen.
Dass er trotz seiner hohen Bedeutsamkeit so einfach zu manipulieren war, begründet sich in der Tatsache, dass die Angaben zur Ermittlung des Libors nicht auf realen Geschäften beruhen und daher nur schwer bis kaum überprüfbar sind. Außerdem ist nur ein vergleichsweise kleiner Personenkreis mit den Einschätzungen betraut, was Absprachen zusätzlich erleichtert. Die Ermittlungen, die zur Aufdeckung des Skandals beim britischen Bankenriesen Barclays führten, konzentrierten sich mehrheitlich auf 177 E-Mails, die sich Mitarbeiter der Bank diesbezüglich schickten. Inzwischen hat die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA Barclays eine Strafe von 290 Millionen Pfund (365,6 Millionen Euro) aufgebrummt und Vorstandschef Bob Diamond musste zurücktreten.
Die Deutsche Bank hat indes einem „Spiegel“-Artikel zufolge bereits vor Monaten aus eigenen Stücken eine externe Untersuchung der Zustände veranlasst; zwei Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Dennoch verzichtet die deutsche Finanzaufsicht BaFin nicht auf eigene Ermittlungen; laut Nachrichtenagentur Reuters handle es sich aber lediglich um eine Routineprüfung, die nicht auf einem konkreten Verdacht beruhen soll. Anleger reagierten am Montag mit gemischten Gefühlen auf die Nachricht; der Kurs der Aktie war intraday starken Schwankungen ausgesetzt und befindet sich, nachdem die Volatilitäten sich etwas beruhigt haben, immer noch im leichten Abwärtstrend. Barclays selbst hat seit Bekanntwerden des Skandals schon mehr als fünf Milliarden Pfund seines ursprünglichen Börsenwerts verloren.
Wenn Sie die Finanzmärkte verstehen und sowohl von steigenden als auch von fallenden Aktienkursen profitieren möchten, können Sie das zum Beispiel mit CFDs. Bedenken Sie jedoch, dass der Handel mit CFDs neben der Gewinnchance auch ein Verlustrisiko beinhaltet und die Verluste unter Umständen größer sein können als der ursprüngliche Einsatz.
„Libor“ steht für „London Interbank Offered Rate“ und ist ein täglich festgelegter Referenzzinssatz im Interbankgeschäft, der regelt, zu welchen Konditionen Banken sich untereinander Geld leihen können. Er dient als Grundlage für eine große Anzahl an Finanzgeschäften nicht nur in Großbritannien; das Volumen der abhängigen Wertpapiere wird derzeit auf 380 Billionen Euro geschätzt, der Anteil deutscher Fonds, die ihn als Richtwert verwenden, auf 80 Prozent. Außerdem wird er als Indikator für den Kapitalstatus einer Bank gesehen – ein hoher Liborsatz kann als Zeichen schwacher Ausstattung gewertet werden, was wiederum das Vertrauen erschüttert und es den Geldinstituten schwer macht, an frisches Geld zu kommen.
Dass er trotz seiner hohen Bedeutsamkeit so einfach zu manipulieren war, begründet sich in der Tatsache, dass die Angaben zur Ermittlung des Libors nicht auf realen Geschäften beruhen und daher nur schwer bis kaum überprüfbar sind. Außerdem ist nur ein vergleichsweise kleiner Personenkreis mit den Einschätzungen betraut, was Absprachen zusätzlich erleichtert. Die Ermittlungen, die zur Aufdeckung des Skandals beim britischen Bankenriesen Barclays führten, konzentrierten sich mehrheitlich auf 177 E-Mails, die sich Mitarbeiter der Bank diesbezüglich schickten. Inzwischen hat die britische Finanzaufsichtsbehörde FSA Barclays eine Strafe von 290 Millionen Pfund (365,6 Millionen Euro) aufgebrummt und Vorstandschef Bob Diamond musste zurücktreten.
Die Deutsche Bank hat indes einem „Spiegel“-Artikel zufolge bereits vor Monaten aus eigenen Stücken eine externe Untersuchung der Zustände veranlasst; zwei Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Dennoch verzichtet die deutsche Finanzaufsicht BaFin nicht auf eigene Ermittlungen; laut Nachrichtenagentur Reuters handle es sich aber lediglich um eine Routineprüfung, die nicht auf einem konkreten Verdacht beruhen soll. Anleger reagierten am Montag mit gemischten Gefühlen auf die Nachricht; der Kurs der Aktie war intraday starken Schwankungen ausgesetzt und befindet sich, nachdem die Volatilitäten sich etwas beruhigt haben, immer noch im leichten Abwärtstrend. Barclays selbst hat seit Bekanntwerden des Skandals schon mehr als fünf Milliarden Pfund seines ursprünglichen Börsenwerts verloren.
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Markttrends - 10. Jul, 12:06
