"Made in Germany" hoch im Kurs
Deutschland wird als Wirtschaftsstandort für internationale Investoren immer attraktiver. Erstmalig hat die Wirtschaft der Bundesrepublik im vergangenen Jahr mehr ausländische Investitionsprojekte angezogen und dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen als Nachbar Frankreich. Im Rahmen einer seit zehn Jahren jährlich durchgeführten Studie befragte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young die Manager von 840 internationalen Unternehmen zu ihrer Meinung zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und zu tatsächlichen Investitionsprojekten. Ihnen zufolge ist Deutschland derzeit der führende Standort in Europa und belegt im Ranking der weltweit attraktivsten Standorte den sechsten Platz, hinter China, Indien, den USA, Russland und Brasilien.
Bedingt durch die Finanzkrise befinden sich derzeit viele Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand; der Standort Deutschland erweist sich jedoch durch die Bank als wettbewerbsfähig. Die europäischen Nachbarländer stellen kaum nennenswerte Konkurrenz dar. Spitzenreiter im Anlocken von Auslandsinvestoren war in den vergangenen zehn Jahren stets Großbritannien, dessen offene und flexible Wirtschaft sowie die englische Sprache und auch die Nähe der Finanzinvestoren in der Londoner City seit langem als Wettbewerbsvorteil gelten. Im Vergleich galt Deutschland als teuer (mit 38,7 Prozent ist die Unternehmenssteuer der Bundesrepublik die höchste in Europa) und stark reguliert; außerdem hatte die Dichte der starken inländischen Anbieter eine abschreckende Wirkung auf Investoren. Das hat sich allerdings in den vergangenen beiden Jahren geändert. „Durch seine Reformen hat Deutschland ein extrem starkes Image erworben“, sagt Marc Lhermite, der für die Studie verantwortliche Partner bei Ernst & Young in Paris. Mit einer gewissen Zeitverzögerung schlage sich das nun auch in den Investitionsentscheidungen der Firmen nieder.
Laut der Studie profitiert Deutschland vor allemvon seiner Nähe zu den Schwellenländern. Der Anteil chinesischer Investitionen beispielsweise seit 2007 von nur zwei auf über acht Prozent geklettert; größter Auslandsinvestor bleiben jedoch die Vereinigten Staaten. Die besondere Attraktivität Deutschlands begründet sich vor allem auf seine hervorragende Infrastruktur, die gute Qualifikation der Arbeitskräfte sowie das gute soziale Klima im Land. Auch der Faktor Sicherheit spielt keine geringe Rolle – sowohl bei der Kriminalitätsrate als auch beim Grad der Korruption bietet die Bundesrepublik bessere Werte als die 20 besten EU-Regionen.
Auch Deutschlands Wissenschaft ist im globalen Wettbewerb gut aufgestellt und trägt durch ihre Aktivitäten wesentlich dazu bei, die Bundesrepublik als High-Tech-Standort zu stärken. Der kürzlich veröffentlichte Monitoring-Bericht zum Pakt für Fortschung und Innovation kommt zu dem erfreulichen Schluss, dass sich die Anstrengungen der Bundesregierung, die finanziellen Zuwendungen an die großen Wissenschaftsorganisationen um jährlich fünf Prozent zu erhöhen, auszahlen. Mit einem Welthandelsanteil von zwölf Prozent für forschungs- und entwicklungsintensive Güter ist Deutschland einer der führenden Exporteure von Technologiegütern, und auch bei den transnationalen Patentanmeldungen liegt es im weltweiten Vergleich hinter Japan und den USA auf Platz drei. Investitionen in Wissenschaftund Forschung sind damit ein langfristig wirkender Treiber für Wachstum, Produktivität und Wohlstand. Handlungsbedarf sieht der Bericht lediglich auf dem Gebiet Frauen in der Wissenschaft, da das Ziel einer deutlichen Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bisher trotz positiver Entwicklungstendenzen, nicht erreicht wurde.
Seit einigen Wochen schon sind die Nachrichten und Prognosen zu Deutschlands langfristiger wirtschaftlicher Zukunft überwiegend positiv, was sich auch in den Märkten wiederspiegelt. Seit Anfang Juni verzeichnen der Dax und andere wichtige deutsche Aktien einen relativ starken Aufwärtstrend, und zeigt sich damit unerwartet resistent gegenüber den nicht abreißenden Katastrophenmeldungen aus der Eurozone.
Bedingt durch die Finanzkrise befinden sich derzeit viele Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand; der Standort Deutschland erweist sich jedoch durch die Bank als wettbewerbsfähig. Die europäischen Nachbarländer stellen kaum nennenswerte Konkurrenz dar. Spitzenreiter im Anlocken von Auslandsinvestoren war in den vergangenen zehn Jahren stets Großbritannien, dessen offene und flexible Wirtschaft sowie die englische Sprache und auch die Nähe der Finanzinvestoren in der Londoner City seit langem als Wettbewerbsvorteil gelten. Im Vergleich galt Deutschland als teuer (mit 38,7 Prozent ist die Unternehmenssteuer der Bundesrepublik die höchste in Europa) und stark reguliert; außerdem hatte die Dichte der starken inländischen Anbieter eine abschreckende Wirkung auf Investoren. Das hat sich allerdings in den vergangenen beiden Jahren geändert. „Durch seine Reformen hat Deutschland ein extrem starkes Image erworben“, sagt Marc Lhermite, der für die Studie verantwortliche Partner bei Ernst & Young in Paris. Mit einer gewissen Zeitverzögerung schlage sich das nun auch in den Investitionsentscheidungen der Firmen nieder.
Laut der Studie profitiert Deutschland vor allemvon seiner Nähe zu den Schwellenländern. Der Anteil chinesischer Investitionen beispielsweise seit 2007 von nur zwei auf über acht Prozent geklettert; größter Auslandsinvestor bleiben jedoch die Vereinigten Staaten. Die besondere Attraktivität Deutschlands begründet sich vor allem auf seine hervorragende Infrastruktur, die gute Qualifikation der Arbeitskräfte sowie das gute soziale Klima im Land. Auch der Faktor Sicherheit spielt keine geringe Rolle – sowohl bei der Kriminalitätsrate als auch beim Grad der Korruption bietet die Bundesrepublik bessere Werte als die 20 besten EU-Regionen.
Auch Deutschlands Wissenschaft ist im globalen Wettbewerb gut aufgestellt und trägt durch ihre Aktivitäten wesentlich dazu bei, die Bundesrepublik als High-Tech-Standort zu stärken. Der kürzlich veröffentlichte Monitoring-Bericht zum Pakt für Fortschung und Innovation kommt zu dem erfreulichen Schluss, dass sich die Anstrengungen der Bundesregierung, die finanziellen Zuwendungen an die großen Wissenschaftsorganisationen um jährlich fünf Prozent zu erhöhen, auszahlen. Mit einem Welthandelsanteil von zwölf Prozent für forschungs- und entwicklungsintensive Güter ist Deutschland einer der führenden Exporteure von Technologiegütern, und auch bei den transnationalen Patentanmeldungen liegt es im weltweiten Vergleich hinter Japan und den USA auf Platz drei. Investitionen in Wissenschaftund Forschung sind damit ein langfristig wirkender Treiber für Wachstum, Produktivität und Wohlstand. Handlungsbedarf sieht der Bericht lediglich auf dem Gebiet Frauen in der Wissenschaft, da das Ziel einer deutlichen Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bisher trotz positiver Entwicklungstendenzen, nicht erreicht wurde.
Seit einigen Wochen schon sind die Nachrichten und Prognosen zu Deutschlands langfristiger wirtschaftlicher Zukunft überwiegend positiv, was sich auch in den Märkten wiederspiegelt. Seit Anfang Juni verzeichnen der Dax und andere wichtige deutsche Aktien einen relativ starken Aufwärtstrend, und zeigt sich damit unerwartet resistent gegenüber den nicht abreißenden Katastrophenmeldungen aus der Eurozone.
Markttrends - 19. Jul, 18:49
