Montag, 5. November 2012

Warten auf Entscheidung aus Karlsruhe

Noch vor knapp zwei Wochen herrschte marktweite Erleichterung: Trotz Unmut über die Euro-Zugeständnisse der Kanzlerin auf dem Gipfeltreffen hatten mehr als zwei Drittel der Abgeordneten im Bundestag für Rettungsschirm und Fiskalpakt abgestimmt. Merkel sprach in einer langen Debatte von einem „wegweisenden Integrationsschritt“; auch der Bundesrat stimmte zu. Die Marktlage entspannte sich sichtlich, der Dax legte endlich wieder zu und auch internationale Indizes reagierten erleichtert mit Kursanstiegen. Mittlerweile sieht alles jedoch schon wieder ganz anders aus: Über zwölftausend Verfassungsklagen sind beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingegangen; heute entscheiden die Richter über einen Eilantrag, der den Bundespräsidenten von einer Vertragsunterzeichnung abhalten soll, bis ein endgültiges Urteil gefällt wird.

Die Frage, mit der sich die Richter in den nächsten Wochen beschäftigen, lautet: Lässt das Grundgesetz die Lösung der Schuldenkrise durch eine stärkere Integration und die damit verbundene Kompetenzabgabe nach Brüssel überhaupt zu, oder hat sich der Bundestag mit seiner Zustimmung „seiner Haushaltsautonomie entäußert“, wie es in der Klageschrift heißt? Eine Objektive des ESM ist, die Europäische Union zu einer „Haftungs- und Transferunion“ zu machen. Es ist vorgesehen, dass Deutschland 27 Prozent des 700 Milliarden Euro schweren „Euro-Rettungsschirms“ tragen soll, das sind etwa 190 Millarden. Im „Bedarfsfall“ kann es dazu kommen, dass die Bundesrepublik davon bis zu 123 Milliarden sofort bereitstellen muss; hinzu kommt, dass jetzt schon absehbar ist, dass nicht wenige der Unterzeichnerstaaten womöglich nicht in der Lage sein werden, ihren Anteil zu leisten, sodass die deutsche Haftung praktisch gesehen nach oben offen ist.

Kritisiert wird auch, dass in der Vertragsschrift keine Kündigungsvorschriften vorgesehen sind und ESM-Gouverneursrat und –Direktorium keiner Kontrolle durch Parlamente oder Justiz unterworfen sind, also völlige Immunität genießen. Unterzeichnet Gauck also den Vertrag, ist Deutschland völkerrechtlich gebunden, ob die Entscheidung nun verfassungskonform war oder nicht. Der heutige Eilantrag soll daher rechtlich festlegen, dass der Bundespräsident den Füller erst ansetzen darf, wenn ein endgültiges Urteil gefallen ist – was allerdings wohl nicht mehr wie ursprünglich geplant im Juli passieren wird, sondern laut neuesten Einschätzungen noch bis zu drei Monate in Anspruch nehmen kann. Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle betonte, dass Karlsruhe die Rechtslage einer „sehr sorgfältigen Prüfung“ unterziehen und in puncto einstweilige Anordnungen große Vorsicht walten lassen werde, um Schnellschussreaktionen der Auslandspresse à „Euro-Rettung gestoppt“ zu vermeiden.

Derweil scheint sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäubles Sorge, eine Verschiebung des Gesetzes könnte weit über Deutschland hinaus für „erhebliche Verunsicherung an den Märkten führen“, fürs Erste nicht zu bestätigen. Nach mehreren Verlusttagen in Folge verzeichnen sowohl der Dax als auch der Dow Jones wieder leichte Gewinne, wobei das laut Händlermeinungen hauptsächlich technische Gründe hat. In seiner jüngsten Abwärtsbewegung ist der Dax auf eine Unterstützung bei 6.350 Punkten gefallen, wo unter anderem eine Fibonacci-Marke aus der Anfang Juni eingeleiteten Erholungsbewegung liege. Gegenwärtig verzeichnet er ein Plus von 0,79 Prozent.

Wenn Sie die Finanzmärkte verstehen und sowohl von steigenden als auch von fallenden Aktienkursen und Indizes profitieren möchten, können Sie das zum Beispiel beim CFD Handel mit IG. Bedenken Sie, dass der Handel mit CFDs neben der Gewinnchance auch ein Verlustrisiko beinhaltet und die Verluste unter Umständen größer sein können als der ursprüngliche Einsatz.

Eingestellt: 10.07.2012

Donnerstag, 27. September 2012

Euro mit leichter Erholungsbewegung

Konjunkturdaten aus Europa und den USA im Fokus

Auf dem Forexmarkt hat der Euro hat am Donnerstag die Talfahrt der vergangenen Handelstage vorerst unterbrochen und setzt zu einer leichten Erholung an.

Aktuell notiert die europäische Einheitswährung bei 1,2888 US-Dollar 0,1 Prozent im Plus. Zuletzt hatte die Sorge vor einer Verschärfung der Euro-Schuldenkrise die Gemeinschaftswährung unter Verkaufsdruck gesetzt und am Vortag zeitweise auf ein Zwei-Wochen-Tief bei 1,2828 Dollar abrutschen lassen.

Investoren an den Devisenmärkten verfolgen weiterhin mit Argusaugen Meldungen über Proteste gegen den Sparkurs der Regierungen in Griechenland und Spanien. Der Grad der Beunruhigung manifestiert sich zuletzt vor allem an einem starken Anstieg der Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen und auch der Flucht in gemeinhin krisensichere Werte wie Edelmetalle.

Mit Blick auf die Wirtschaftsdaten dürften heute zahlreiche Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA das Interesse der Investoren auf sich ziehen.

Wenn Sie die das Zusammenspiel der internationalen Devisenmärkte durchschauen und Ihre Meinung deutlich machen wollen, dann können Sie das zum Beispiel beim Forex Trading mit CFDs. Am besten sammeln Sie Erfahrung mit einem Demokonto bei einem renommierten Online Broker wie zum Beispiel IG, bevor sie mit einem Live Account durchstarten.

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Montag, 17. September 2012

Euro auf der Zielgeraden

Der Forexmarkt feiert. Seit der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, im Bedarfsfall unbegrenzt Anleihen europäischer Krisenstaaten einzukaufen, ist der Eurokurs gegenüber dem US Dollar regelrecht explodiert. Notierte die europäische Gemeinschaftswährung am 24. Juli, dem Tag der Entscheidung, noch bei 1,2042 Dollar, so liegt der Stand heute, 36 Handelstage später, bei 1,3108 Dollar (Stand: Freitag, 14. September, 14:39 MEZ). Das entspricht einem Anstieg von unglaublichen 1060 Pips, beziehungsweise 10,6 Cent.

Grund für den raketenhaften Anstieg ist natürlich primär die Beruhigung, dass die Mittelmeerländer zumindest in der näheren Zukunft nicht von ihrer Schuldenlast erdrückt werden. Hinzu kommt die Sorge um die amerikanische Wirtschaft, erneut bekräftigt durch enttäuschende Arbeitsmarktzahlen in der letzten Woche und weiter angeheizt durch die gestrige Ankündigung von Fed-Chef Bernanke, die US-Geldpolitik weiter zu lockern, die den Dollarkurs gewaltig drückt. Andere positive Einflussfaktoren sind das Karlsruher Urteil zum ESM-Rettungsschirm am Mittwoch wie auch die Parlamentswahlen in den Niederlanden, die den Euro-Skeptikern eine deutliche Absage erteilten. Mit einer Koalition aus Rechtsliberalen und Sozialdemokraten würde stabile, deutlich pro-europäische Regierung in Den Haag Einzug halten, die sich für eine Sparpolitik und eine weitergehende politische Integration Europas einsetzt. Zudem war die Nachfrage nach zehnjährigen Staatsanleihen Spaniens und Italiens zuletzt stark gestiegen; Italien-Bonds rentierten am Freitagmorgen erstmals seit dem 26. März unter fünf Prozent.

Wie lange die Bewegung anhält, ist offen; einzig sicher feststellen lässt sich, dass der Abwärtstrend fürs erste gebrochen ist. Für die nächste Zeit stehen einige Entscheidungen an, die es sich im Auge zu behalten lohnt. Als Moody’s den USA jüngst mit Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit drohte, kollabierte der Dollar gegenüber dem Euro auf ein Viermonatstief – sollte die Agentur ihre Drohung tatsächlich wahrmachen, dürften ähnliche Bewegungen folgen, die zudem vermutlich nachhaltiger wären. Mit der 12-Monats-Auktion spanischer Anleihen am Mittwoch steht ein weiterer Test bevor; sollte sich der Trend der steigenden Nachfrage wie erwartet bestätigen, kann das für den Euro nur Gutes verheißen.

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Bitte bedenken Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko beinhaltet, und dass der Verlust unter Umständen höher sein kann als der ursprüngliche Einsatz. Beachten Sie darum, dass Sie alle mit dem CFD Handel verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Dienstag, 11. September 2012

Marktüberblick 11.09.2012

Einen Tag vor der wegweisenden Entscheidung des Karlsruher Bundesverfassungsgericht zum Euro-Rettungsfond ESM und Fiskalpakt sind deutsche Aktien am Dienstagmorgen leicht nach unten abgerutscht. Der Dax büßte 0,24 Prozent ein und notiert derzeit bei knapp über 7196 Punkten. Für den Mdax ging es sogar um 0,42 Prozent nach unten, und der TecDax sank um 0,20 Prozent. Gewinner des heutigen Tages sind die Deutsche Bank und Lufthansa mit Gewinnen von jeweils 2,6 und 1,1 Prozent. Die größten Verluste mit jeweils 1,7 und 2,0 Prozent hingegen müssen sich HeidelbergCement und Adidas auf den Deckel schreiben.

Derweil wächst die Anspannung an den ostasiatischen Märkten. Auch hier wartet man gespannt auf die Karlsruher Entscheidung, auch wenn das Augenmerk eher auf der Notenbanksitzung in den USA am Donnerstag liegt. Auch die zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen chinesischen Konjunkturmeldungen sorgen dafür, dass die Akteure in Lauerstellung bleiben und Risikopositionen glattstellen. Der relativ gute Lauf der letzten zwei Wochen lädt jedoch auch zu Gewinnmitnahmen ein. „Die Aktienmärkte sind weltweit ziemlich gut gelaufen, jetzt sehen wir eine Konsolidierung“, sagte Anlageberater John Milroy von Macquarie Private Wealth in Australien am Dienstagmorgen dem Wall Street Journal Deutschland.

Die Wall Street selbst hat sich zum Wochenauftakt ebenfalls eine kleine Auszeit gegönnt. Nachdem der Dow Jones die letzte Handelswoche auf dem höchsten Niveau seit Dezember 2007 beendet hatte, herrscht auch bei den US-amerikanischen Anlegern zunächst Zurückhaltung. Mitverantwortlich für den leichten Rückgang von 0,4 Prozent sind die überraschend schwachen Nonfarm-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht wurden.

Nach der Bestätigung des Termins zur Entscheidung über den Euro-Rettungsschirm ESM ist der Euro am Dienstag zeitweise über die Marke von 1,28 US Dollar gestiegen. Nach der Ablehnung des von CSU-Politiker Peter Gauweiler gestellten Eilantrags auf eine Verschiebung der Entscheidung kletterte die Gemeinschaftswährung um einen halben Cent aufs Tageshoch von 1,2818 Dollar. Im Tagesverlauf dürften sich die Akteure jedoch mit weiteren Engagements auf den Forex Märkten zurückhalten, bis die entgültige Entscheidung zum ESM am Mittwoch gefallen ist.

Wenn Sie die internationalen Finanzmärkte verstehen und Ihre Meinung geltend machen möchten, können Sie das zum Beispiel mit einem Konto bei einem Online Broker. Der Handel mit Hebelprodukten wie zum Beispiel CFDs oder Binären Optionen ermöglicht es Ihnen, sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen zu profitieren.

Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko beinhaltet und dass die Verluste im Extremfall Ihren ursprünglichen Einsatz übersteigen können. Stellen Sie darum sicher, dass Sie alle Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Donnerstag, 23. August 2012

Mit Rohstoff-CFDs vom Silber-Boom profitieren

In der ersten Jahreshälfte zählten Edelmetalle zu den erfolgreichsten Investitionsklassen. Allein in der letzten Woche ist der Silberpreis um fast 2 USD auf 30,63 USD per Freinunze gestiegen. Dennoch können die Einschätzungen der Experten zur weiteren Performance derzeit gegensätzlicher nicht sein: Während spekulativ orientierte Anleger wie Hedgefonds und Inhaber von Terminkontrakten davon ausgehen, dass der Silberpreis in der näheren Zukunft zunächst nicht weiter steigen wird und sich aus dem Markt zurückziehen, sind Investoren, die das Edelmetall physisch besitzen, weiterhin vom langfristigen Payoff ihrer Strategie überzeugt und kaufen freudig weiter. Auch mit Silber hinterlegte Börsennotierungen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit.

Traditionell unterliegt Silber unter allen Edelmetallen den größten Preisschwankungen. Ähnlich wie Gold floriert es in Krisenzeiten, da von Inflationsangst getriebene Anleger auf der Suche nach „sicheren Häfen“ gerne in Realwerte investieren. Auch ist es generell für Privatanleger erschwinglicher als sein großer Bruder Gold – die Feinunze ist in der Regel für um 28 Dollar zu haben, während man für die gleiche Menge Gold gut und gerne 1600 Dollar hinblättern darf. Silber bietet zudem den zusätzlichen Vorteil, dass es wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit an die konjunkturelle Entwicklung gekoppelt ist. Denn anders als Gold wird Silber auch stark von Unternehmen nachgefragt. Neben Verarbeitung zu Schmuckstücken und wertvollen Gebrauchsgegenständen findet es vor allem in der Elektrotechnik Verwendung, aber auch Lebensmittelindustrie, Pharmazie und Chemiebranche setzen große Mengen des Metalls ein. Die derzeit lahmende Konjunktur drückt daher die industrielle Nachfrage nach Silber. Anleger, die derzeit Silber kaufen, hoffen auf zusätzliche geldpolitische Lockerungen der US Federal Reserve, mit denen zusätzliches Kapital in die Rohstoffmärkte fließen. Zusätzlich würden die Inflationssorgen der Anleger neues Futter erhalten, womit die Attraktivität der Edelmetalle weiter gesteigert würde. Bisher hat diese Taktik gut funktioniert: von Ende 2008 bis Mitte 2011 – der Zeitraum, in dem die US-Zentralbank um Ben Bernanke Wertpapiere im Volumen von rund 2,3 Billionen Dollar erwarb – hat sich der Silberpreis verdreifacht.

Wenn Sie die Zusammenhänge auf den Rohstoff- und Finanzmärkten durchschauen und Position beziehen wollen, können Sie das zum Beispiel im Handel mit Rohstoff-CFDs. Auf Grund der relativ hohen Vola eignet sich der Silberpreis besonders für das CFD Trading, da sie sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren können, ohne das Underlying physisch zu erwerben oder seinen Kurs zu beeinflussen. Beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko beinhaltet und bei einer gegenläufigen Marktbewegung der Verlust höher als die ursprünglich eingesetzte Margin sein kann.

Dies ist keine Anlageberatung. Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko beinhaltet und unter Umständen zu Verlusten führen kann, die Ihre ursprünglichen Einlagen übersteigen. Stellen Sie darum sicher, dass Sie alle mit dem CFD Handel verbundenen Risiken verstanden haben und einschätzen können.

Mittwoch, 8. August 2012

Herr Monti ruft nach Hilfe

Mario Monti regiert seit neun Monaten, und wird noch für weitere neun im Amt bleiben. Seit Silvio Berlusconis Rücktritt im November 2011 ist der parteilose Wirtschaftswissenschaftler Italiens Ministerpräsident, und hat damit hat ein schweres Erbe angetreten. Demokratisch legitimiert ist der Technokrat nur teilweise – die Italiener haben ihn nie gewählt, sondern er wurde von Staatspräsident Giorgio Napolitano mit der Bildung einer Übergangsregierung bis zur nächsten Parlamentswahl im April 2013. beauftragt. Einen Monat später stellte er vor der Abgeordnetenkammer die Vertrauensfrage; die Parlamentarier sprachen ihm mit einer knapp 80-prozentigen Mehrheit das Vertrauen aus.

Seit seinem Einschwur hat Monti bereits mehrere Reformpakete auf den Weg gebracht, und damit ein Versprechen eingelöst, das Italien im vergangenen Jahr gegenüber der EZB und seinen europäischen Partnerländern eingegangen war. Das Renteneintrittsalter wurde angepasst und die Steuern kräftig erhöht, doch der Erfolg will sich bisher nicht so recht einstellen. Die Konjunktur hat in Folge der Sparmaßnahmen eine massive Delle hinnehmen müssen und die Realwirtschaft wächst weiterhin deutlich langsamer als der europäische Durchschnitt. Die Nachfrage der Investoren nach italienischen Staatsanleihen sinkt und sinkt, und mit den Zinsen steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines finanziellen Desasters, das Europa nicht mehr in in den Griff bekommen könnte. Und während die Unterstützung für seinen schmerzhaften Umbau in der Bevölkerung sinkt, ruft Monti immer verzweifelter nach europäischer Unterstützung. Ein konkretes Zeichen, beispielsweise in Form einer Wiederaufnahme des EZB-Anleihekaufprogramms, so argumentiert Monti, würde den skeptischen Italienern zeigen, dass die von ihnen verlangten Aufopferungen nicht wie Regentropfen in der Wüste versickern. Die deutsche Darstellung der hohen Kreditzinsen als Indiz, dass die bereits eingeführten Sparmaßnahmen nicht effizient oder weitreichend genug seien, sei einseitig, sagte Monti kurz nach dem Juni-Gipfel in einem Interview. Sie lasse die Tatsache außer Acht, dass höhere Aufschläge in der jüngeren Vergangenheit auch die Ängste des Markts vor einem Zusammenbruch des Euro widerspiegeln.

Wenn Sie sich die Vola an den Geldmärkten für Ihr Portfolio zu Nutze machen wollen, finden Sie in der aktuellen Situation optimale Bedingungen für einen Einstieg in den Handel mit CFDs. Ideal für Investoren mit eher kurzfristigem Anlagehorizont und/oder hoher Handelsfrequenz, eignen sich CFDs auch zur kurzfristigen Diversifikation oder zum Hedgen klassischer Long-Term-Depots. Während beim klassischen Investment in Geldmarkt-Titel in der Regel nur sehr ambitionierte Positionsgrößen möglich sind, ist bei Marktführer IG auch der Handel mit Mini-Kontrakten möglich. Zudem entscheidet der Anleger ganz individuell über Spekulationsausrichtung, Positionsgröße, Haltedauer und Risikograd seiner Trades. Als CFD-Trader sind Sie damit sehr flexibel und können sich Ihrer Marktmeinung entsprechend positionieren.

Dieses Werbemittel stellt keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein erhebliches Risiko beinhaltet, das bei einer gegenläufigen Marktbewegung zum Totalverlust führen kann. Stellen Sie sicher, dass Sie alle mit dem CFD-Handel verbundenen Risiken verstanden haben , bevor Sie mit dem Traden beginnen.

Donnerstag, 26. Juli 2012

EZB will Euro im Alleingang retten

Mario Draghi ist entschlossen, den Euro zu retten – komme was da wolle. Auf einer Investorenkonferenz in London kündigte er am Donnerstag an, die Europäische Zentralbank sei „innerhalb ihres Mandats beriet, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten.“ Und fügte noch hinzu: „Und glauben Sie mir, das wird ausreichen.“ Zuvor hatten Medien berichtet, dass auch die Euro-Staaten bereit seien, weiter Staatsanleihen über den Rettungsfond EFSF zu kaufen. Konkrete Vorbereitungen dafür wurden offenbar jedoch noch nicht getroffen.

Dass Draghi es dann doch für nötig befand, seine recht vollmundige Aussage zu qualifizieren, hängt mit der Tatsache zusammen, dass der EZB die direkte Staatsfinanzierung nach ihren Statuten verboten ist. Als sie zum Jahresanfang Anleihen der Krisenstaaten im Gesamtwert von mehr als 200 Milliarden Euro erwarb, machte sie sich derer jedoch indirekt schuldig – und Chefvolkswirt Jürgen Stark sowie Bundesbankchef Axel Weber mussten ihren Hut nehmen. Seither ruht das Anleiheprogramm mehr oder weniger, obwohl vor allem Spanien in letzter Zeit verstärkt ein Eingreifen der Zentralbank gefordert hatte. Die Rendite für spanische 10-Jahres-Titel waren jüngst über die Marke von sieben Prozent geklettert und hatten damit den höchsten Stand seit der Einführung des Euro erreicht. Da dieser Zustand nun die Wirkungsmöglichkeiten der EZB-Geldpolitik stört, rechtfertigt das in Draghis Argumentation ein Eingreifen der Notenbank. Darüber hinaus sprach er von einer „Störung im Transmissionskanal“ – eine Formulierung, derer er sich schon früher bedient hatte, um Anleihekäufe zu rechtfertigen.

Reaktionen auf die Ankündigungen waren gemischt. Vom französischen Finanzminister Pierre Mocovici gab es umgehend Beifall; er bewertete den Vorstoß als „sehr positiv“. Das Bundesfinanzministerium nahm keine Stellung, ließ aber über einen Sprecher verlauten, dass man davon ausgehe, dass das Rettungspaket für Spaniens Banken „schrittweise zur Beruhigung der Märkte beitragen“ und mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro als ausreichend angesehen werde. Generell wird jedoch mit Widerstand aus Deutschland und anderen Kernländern gerechnet.

Den Märkten hat die Hoffnung auf ein stärkeres Engagement der Zentralbank jedoch einen deutlichen Schub verliehen. Nach Eröffnung im Minus kletterte der Dax trotz enttäuschender Zahlen von Siemens und MAN um 1,98 Prozent auf 6.533,15 Punkte. Der Euro legte um 1,46 Prozent auf 1,2324 US-Dollar zu.

Wenn Sie sich eine Meinung zur Schuldenkrise in Europa gebildet haben und diese äußern möchten, können Sie das zum Beispiel im CFD-Handel. Marktführer IG bietet kostenlose Trading-Schulungen für Einsteiger und Fortgeschrittene an und gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, mit einem kostenlosen Demokonto die Wasser zu testen.

Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Hebelprodukten ein hohes Risiko beinhaltet, da die Verluste im Fall einer ungünstigen Marktbewegung die eingesetzte Margin überschreiten können.

Donnerstag, 19. Juli 2012

"Made in Germany" hoch im Kurs

Deutschland wird als Wirtschaftsstandort für internationale Investoren immer attraktiver. Erstmalig hat die Wirtschaft der Bundesrepublik im vergangenen Jahr mehr ausländische Investitionsprojekte angezogen und dadurch mehr Arbeitsplätze geschaffen als Nachbar Frankreich. Im Rahmen einer seit zehn Jahren jährlich durchgeführten Studie befragte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young die Manager von 840 internationalen Unternehmen zu ihrer Meinung zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa und zu tatsächlichen Investitionsprojekten. Ihnen zufolge ist Deutschland derzeit der führende Standort in Europa und belegt im Ranking der weltweit attraktivsten Standorte den sechsten Platz, hinter China, Indien, den USA, Russland und Brasilien.

Bedingt durch die Finanzkrise befinden sich derzeit viele Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand; der Standort Deutschland erweist sich jedoch durch die Bank als wettbewerbsfähig. Die europäischen Nachbarländer stellen kaum nennenswerte Konkurrenz dar. Spitzenreiter im Anlocken von Auslandsinvestoren war in den vergangenen zehn Jahren stets Großbritannien, dessen offene und flexible Wirtschaft sowie die englische Sprache und auch die Nähe der Finanzinvestoren in der Londoner City seit langem als Wettbewerbsvorteil gelten. Im Vergleich galt Deutschland als teuer (mit 38,7 Prozent ist die Unternehmenssteuer der Bundesrepublik die höchste in Europa) und stark reguliert; außerdem hatte die Dichte der starken inländischen Anbieter eine abschreckende Wirkung auf Investoren. Das hat sich allerdings in den vergangenen beiden Jahren geändert. „Durch seine Reformen hat Deutschland ein extrem starkes Image erworben“, sagt Marc Lhermite, der für die Studie verantwortliche Partner bei Ernst & Young in Paris. Mit einer gewissen Zeitverzögerung schlage sich das nun auch in den Investitionsentscheidungen der Firmen nieder.

Laut der Studie profitiert Deutschland vor allemvon seiner Nähe zu den Schwellenländern. Der Anteil chinesischer Investitionen beispielsweise seit 2007 von nur zwei auf über acht Prozent geklettert; größter Auslandsinvestor bleiben jedoch die Vereinigten Staaten. Die besondere Attraktivität Deutschlands begründet sich vor allem auf seine hervorragende Infrastruktur, die gute Qualifikation der Arbeitskräfte sowie das gute soziale Klima im Land. Auch der Faktor Sicherheit spielt keine geringe Rolle – sowohl bei der Kriminalitätsrate als auch beim Grad der Korruption bietet die Bundesrepublik bessere Werte als die 20 besten EU-Regionen.

Auch Deutschlands Wissenschaft ist im globalen Wettbewerb gut aufgestellt und trägt durch ihre Aktivitäten wesentlich dazu bei, die Bundesrepublik als High-Tech-Standort zu stärken. Der kürzlich veröffentlichte Monitoring-Bericht zum Pakt für Fortschung und Innovation kommt zu dem erfreulichen Schluss, dass sich die Anstrengungen der Bundesregierung, die finanziellen Zuwendungen an die großen Wissenschaftsorganisationen um jährlich fünf Prozent zu erhöhen, auszahlen. Mit einem Welthandelsanteil von zwölf Prozent für forschungs- und entwicklungsintensive Güter ist Deutschland einer der führenden Exporteure von Technologiegütern, und auch bei den transnationalen Patentanmeldungen liegt es im weltweiten Vergleich hinter Japan und den USA auf Platz drei. Investitionen in Wissenschaftund Forschung sind damit ein langfristig wirkender Treiber für Wachstum, Produktivität und Wohlstand. Handlungsbedarf sieht der Bericht lediglich auf dem Gebiet Frauen in der Wissenschaft, da das Ziel einer deutlichen Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bisher trotz positiver Entwicklungstendenzen, nicht erreicht wurde.

Seit einigen Wochen schon sind die Nachrichten und Prognosen zu Deutschlands langfristiger wirtschaftlicher Zukunft überwiegend positiv, was sich auch in den Märkten wiederspiegelt. Seit Anfang Juni verzeichnen der Dax und andere wichtige deutsche Aktien einen relativ starken Aufwärtstrend, und zeigt sich damit unerwartet resistent gegenüber den nicht abreißenden Katastrophenmeldungen aus der Eurozone.

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