Die Hoffnung stirbt zuletzt
Wie erwartet hat die EZB dem Druck der internationalen Politik heute früh nicht stattgegeben und hält den Leitzins weiterhin auf dem Rekordtief von einem Prozent. Nach der Bekanntgebung der Entscheidung am frühen Mittwochnachmittag entspannten sich die Märkte wieder, und Aktien und Anleihen erhielten ihre zuvor erzielten Gewinne. Die Zentralbank hat damit nicht nur dem Drängen der krisengeschüttelten EU-Staaten nicht nachgegeben, sondern den Spieß umgedreht und den Druck auf die Regierungen erhöht. Indem sie die „einfache“ Konjunkturhilfe in Form einer weiteren Zinssenkung verweigert und die EU-Länder zwingt, weiterhin nach Alternativlösungen zu suchen, macht Präsident Mario Draghi vor allem eins deutlich: Die Notenbank will und kann nicht immer die Probleme ausbügeln, die marktwirtschaftliche Fehlentscheidungen und Verstöße der Politik gegen bestehende Regeln verursacht haben.
Analysten sprechen davon, dass die EZB sich ihre Optionen offen halten und mit einer endgültigen Entscheidung bis nach der Wahl in Griechenland und dem EU-Gipfel im Juni warten will. Die französischen Parlamentswahlen am 10. und 17. Juni werden ebenfalls als richtungsweisend für weitere Strategien zur Bewältigung der Krise eingestuft. Richtig ist aber auch, dass der Handlungsspielraum der Europäischen Zentralbank weitestgehend begrenzt ist. Nach der heute erteilten klaren Absage zur Leitzinssenkung besteht noch die Möglichkeit, das Staatsanleihekaufprogramm wieder zu beleben, über das sie seit Mai letzten Jahres in großem Stil Anleihen aus Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland gekauft hat, was wiederum andere Anleger abschrecken könnte und somit nur kurzfristig für Entspannung sorgen würde. Die von Draghi favorisierte Lösung einer Bankenunion hingegen würde deutlich drastischere Einschnitte mit sich bringen und von den EU-Mitgliedern eine weitreichende Aufgabe von Souveränität verlangen, zu der insbesondere Frankreich und Deutschland derzeit (noch) nicht bereit sind.
Auf den deutschen Aktienmärkten regierte zur Wochenmitte dennoch Optimismus. Nach dem zunächst steilen Anstieg des Dax am Mittwochmorgen flachte er nach Bekanntgabe der Entscheidung am frühen Nachmittag zunächst ab, pendelte sich dann aber wieder auf knapp über 6.010 Punkten ein. Internationale Märkte wie der FTSE stiegen ebenfalls rekordverdächtig an, während aller börsianisch geschulten Augen jetzt auf der US-Notenbank ruhen, von deren Chef Ben Bernanke sich Anleger in den nächsten Tagen ein positives Signal in Form einer QE3-Ankündigung erhoffen.
Wenn Sie die internationalen Finanzmärkte verstehen und Ihre Meinung deutlich machen möchten, können sie dies zum Beispiel mit CFDs von Marktführer IG.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Denken Sie immer daran, dass der Handel mit CFDs neben der Gewinnchance auch ein Verlustrisiko beinhaltet. Stellen Sie also sicher, dass Sie die mit dem CFD Trading damit verbunden Risiken genau verstanden haben und einschätzen können.
Analysten sprechen davon, dass die EZB sich ihre Optionen offen halten und mit einer endgültigen Entscheidung bis nach der Wahl in Griechenland und dem EU-Gipfel im Juni warten will. Die französischen Parlamentswahlen am 10. und 17. Juni werden ebenfalls als richtungsweisend für weitere Strategien zur Bewältigung der Krise eingestuft. Richtig ist aber auch, dass der Handlungsspielraum der Europäischen Zentralbank weitestgehend begrenzt ist. Nach der heute erteilten klaren Absage zur Leitzinssenkung besteht noch die Möglichkeit, das Staatsanleihekaufprogramm wieder zu beleben, über das sie seit Mai letzten Jahres in großem Stil Anleihen aus Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und Irland gekauft hat, was wiederum andere Anleger abschrecken könnte und somit nur kurzfristig für Entspannung sorgen würde. Die von Draghi favorisierte Lösung einer Bankenunion hingegen würde deutlich drastischere Einschnitte mit sich bringen und von den EU-Mitgliedern eine weitreichende Aufgabe von Souveränität verlangen, zu der insbesondere Frankreich und Deutschland derzeit (noch) nicht bereit sind.
Auf den deutschen Aktienmärkten regierte zur Wochenmitte dennoch Optimismus. Nach dem zunächst steilen Anstieg des Dax am Mittwochmorgen flachte er nach Bekanntgabe der Entscheidung am frühen Nachmittag zunächst ab, pendelte sich dann aber wieder auf knapp über 6.010 Punkten ein. Internationale Märkte wie der FTSE stiegen ebenfalls rekordverdächtig an, während aller börsianisch geschulten Augen jetzt auf der US-Notenbank ruhen, von deren Chef Ben Bernanke sich Anleger in den nächsten Tagen ein positives Signal in Form einer QE3-Ankündigung erhoffen.
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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Denken Sie immer daran, dass der Handel mit CFDs neben der Gewinnchance auch ein Verlustrisiko beinhaltet. Stellen Sie also sicher, dass Sie die mit dem CFD Trading damit verbunden Risiken genau verstanden haben und einschätzen können.
Markttrends - 7. Jun, 11:31
